DAS WÄRE, WENN

Katastrophen sind für uns oft weit weg. Kernschmelze, Tsunamis, das passiert anderswo. Prepper sehen das anders und wollen vorbereitet sein. Was treibt sie um und wie wahrscheinlich ist eine Katastrophe? Wir haben die Prepper-Gemeinschaft Deutschland (PGD) gefragt.

Text: Julian Stutz

Illustration: Lena Schindler

Organisation: Prepper Gemeinschaft Deutschland


Vorheriger Artikel Nächster Artikel Überblick

Dieser Artikel erschien in der EVAU Nr. 2.

Unterstütze uns und kaufe dir ein Magazin!

WAS SCHON PASSIEREN SOLL?
EIN PAAR BEISPIELE.

Fünf Krisenszenarien sind aus Sicht der Prepper-Gemeinschaft Deutschland für die Bundesrepublik am wahrscheinlichsten.

 

1. Stromausfall

Durch mangelhafte Infrastruktur oder starke Schwankungen im Netz fällt der Strom für Stunden oder Tage aus.

2. Hackerangriff

Cyberattacken auf Verkehrsinfrastrukturen, Gebäudeautomation oder Sirenennetze verursachen Chaos.

3. Klimatische Veränderungen

Überflutungen, Starkregenfälle, Tornados oder Erdrutsche betreffen ganze Landstriche und erschwe­ren die Versorgung der Bevölkerung.

4. Chemieunfall

Zwischenfälle in der chemischen Industrie verunreinigen die Luft oder die Wasser­reservoire, sodass die Bevölkerung auf Vorräte angewiesen ist.

5. Atomarer Zwischenfall

Unterschiedlich schwere atomare Zwischenfälle kontaminieren eine Gegend.

DEINE ERSTE HANDLUNG IM NOTFALL

Wer in Deutschland eine Sirene heulen hört, hat laut PGD zwei Aufgaben:

1.

Einen Raum aufsuchen, der Schutz bietet. Idealerweise also einen Innenraum, dessen Türen und Fenster sich fest verriegeln lassen.

2.

Radio anschalten und die lokale Notfrequenz einstellen, auf der die Behörden über die aktuelle Lage und weitere Schritte informieren.
Die Frequenz, auf der im Notfall informiert wird, legen die Behörden fest. Meist gibt es Verträge mit einem lokalen Radiosender. Die Frequenzen für einzelne Kreise oder kreisfreie Städte lassen sich beim Katastrophenschutzamt, der Feuerwehr oder im Rathaus erfragen.

 

 

ICH PREPPE MEINEN KOFFER
UND NEHME MIT …

Die PGD empfiehlt allen, die sich mit wenig Aufwand vorbereiten möchte, das Buch „Prepper Praxis“ von Christian Piskulla. Mit seiner Packliste sei man für 14 Tage gut aufgestellt. Bei den Nahrungsmitteln rechnet Piskulla mit einer Person, also circa 2.000 Kalorien täglich.

 

Nahrung

 

Spaghetti, Corned Beef, Dosenwurst, Eintopf, 28 Liter Wasser, Instantkaffee, Dosenbrot, Kaugummi, Reis, Frühstücksfleisch, Knäckebrot, Zuckerwürfel, Vitamin-Brausetabletten, Langzeit-Notriegel, Bonbons, Kartoffelpüree, Gulasch, Rouladen, Zwieback, Salz, Tee, Honig

 

 

Licht

Lampe, Taschenlampen, Kerzen, Knicklichter

 

 

Information

Radio, Funkgerät

 

 

Wärme & Schutz

Rettungsdecke, Mini-ReiseSchlafsack, Zelt mit Thermomatte, Zeltheringe, Seil, Plastiksäcke, mind. 1 Plane mit Ösen, Wasserentkeimung, Wasserkanister, Kaffeefilter, Umgebungskarte, Regencape, Hohlfasermembranfilter, Mundschutz FFP3, Tyvek-Anzug, Erste-Hilfe-Set, Medikamente, Waffe, Multitool, Nähzeug, Notpfeife, Schweizer Taschenmesser, Zahnbürste, Survival-Handbuch, Kompass

 

 

Energie

Batterien, Esbit-Trockenbrennstoff, Gaskartuschen

 

 

Kochgeräte

Campingkocher, Alu-Töpfe, EdelstahlTassen

 

 

Dieser Artikel erschien in der EVAU Nr. 2.

Unterstütze uns und kaufe dir ein Magazin!