KOLLEGE WAUWAU

Hunde im Büro senken das Stresslevel und beugen Burn-out vor. Markus Beyer, Vorsitzender des Bundesverbandes Bürohund e. V., trainiert Hunde, liefert Besitzern Argumente dafür, ihre Lieblinge mit zum Arbeitsplatz zu bringen, und überzeugt Chefs davon, dass Zufriedenheit und Leistung Hand in Hand gehen. EVAU hat Storys, Bilder, Fakten und Zahlen zusammengetragen.

Text: Monika Unkelbach

Verein: Bundesverband Bürohund e.V.


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Glückspilz

„Socke ist seit 2012 ein festes Mitglied im Team des ZZF. Der damals vierjährige English Setter wurde durch die Organisation ‚Setter in Not‘ aus einer Tötungsstation in Barcelona gerettet. Durch sein bisher schweres Leben war er zunächst sehr scheu und lief aus Angst fast nur rückwärts. Auch gab es Bedenken, ob die Arbeit mit Hund funktionieren kann. Doch dank dem Fingerspitzengefühl seines Frauchens und der Hilfe der ZZF-Mitarbeiter konnte Socke sich schnell eingewöhnen. Von der anfänglichen Angst ist bei dem inzwischen lebensfrohen Hund nichts mehr zu spüren. Neben seinem Frauchen hält er auch den Rest des Teams durch regelmäßige Streichel- und Spieleinheiten auf Trab.“

Ulrike sommer

8,6
Millionen

Hunde lebten 2017 in
deutschen Haushalten.

 

REISEGEFÄHRTIN

„Der pme Familienservice ist durch und durch hundefreundlich. Unsere Teammit­glieder dürfen ihre Hunde mit in die Büros bringen, solange die Vierbeiner sich untereinander und mit den Gästen vertragen. Als Geschäftsführerin bin ich viel unterwegs. Equal, meine Biewerdame, ist seit fünf Jahren überall dabei. Und auch meine neue Hütehündin, Hope, ist seit einem Jahr auf vielen Terminen präsent. Es ist schön, dass alle Teammitglieder ganz selbstverständlich darauf achten, dass Hotels, Tagungsräume oder Restaurants hundefreundlich sind. Übrigens nehmen unsere Kunden die Hunde sehr positiv auf, streicheln und kraulen sie gerne.“

ALEXA AHMAD

40 %

Bei einem von Burn-out bedrohten
Arbeitnehmer sinkt die Arbeitsleistung im Vergleich
zu einem
gesunden Kollegen schon
vor dem Zusammenbruch um 40 Prozent.

 

STIMMUNGSMACHER

„Dingo, mein Mischlingsrüde, begleitet mich seit zwei Jahren beinah täglich zu meinem Arbeitsplatz bei der Maklerfirma Fritz Wübbenhorst GmbH & Co. KG in Oldenburg. Unser Geschäftsführer stand meinem Vorschlag, den Hund mit ins Büro zu bringen, sehr positiv gegenüber und mittlerweile hat sich Dingo zu einem Lieblingskollegen entwickelt. Er wird morgens überschwänglich begrüßt und mittags nach dem Spazier­­gang wartet meist eine kleine Leckerei von einem der Mitarbeiter auf ihn. Sehr viele Kunden reagieren ebenfalls positiv auf die Tatsache, bei uns einen Bürohund anzutreffen. Dingo verbreitet bei uns einfach gute Laune und meine Mittagspausen verbringe ich bei den Spaziergängen, zum Beispiel im nahe gelegenen Park, an der frischen Luft und bekomme den Kopf frei. Ein Bürohund hat meiner Meinung nach nur Vorteile für die Mitarbeiter und für das Unternehmen und ich bin froh, dass es den Bundesverband Bürohund e. V. gibt, der sich ehrenamtlich für dieses Thema einsetzt.“

Dagmar Buscher

17
Millarden

Euro Schaden entstehen
der deutschen Volkswirtschaft
jährlich durch psychische
Erkrankungen von Arbeitnehmern.

 

personal trainer

„Muffin und Mia sind Mitarbeiter der ersten Stunde: Seit der Gründung des Düsseldorfer Standortes der Mediaagentur JOM sind die beiden ‚Feelgood-Manager‘ fester Bestandteil des Agenturteams. Ihre drei Hauptaufgaben: uns ab circa elf Uhr daran erinnern, dass wir dringend einen Spaziergang am Rhein machen müssen, ständig schauen, wo man etwas Essbares klauen kann, und regelmäßige Schmuserunden drehen. Frei nach Loriot: Arbeit ohne Bürohunde ist möglich, aber sinnlos.“

oliver blecken

55 %

Über die Hälfte aller Millennials folgt
einem Tier-Account.
(Wakefield Research)

 

www.bv-bürohund.de

Dieser Artikel erschien in der EVAU Nr2.

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